2023-09 bsi-grundschutz kompendium und bsi-standads teaser

BSI-Grundschutz-Kompendium & BSI-Standards: Wegweiser für umfassende IT-Sicherheit und Datenschutz!

Schützen Sie sich vor Internetangriffen

Ganz ohne adäquaten IT-Schutz sind Unternehmen heutzutage den wachsenden Bedrohungen durch Internetangriffen und Datenverlusten wehrlos ausgeliefert. Die Auswirkungen können dramatisch sein und sogar bis zur Insolvenz leiten. Es ist daher von existenzieller Relevanz, angemessene IT-Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit wie auch Integrität von IT-Systemen sowie geschäftskritischen Daten zu gewährleisten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet dazu eine Vielzahl von Leitfäden sowie Standards an, welche Firmen eine pauschalisierte Herangehensweise für den Schutz ihrer Informationstechnik liefern. Welche das sind und wie sie ausgeführt werden können, erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

Die Schattenseite der wachsenden Technologisierung

Die schnell fortschreitende Technologisierung beeinflusst die heutige Geschäftswelt wie nie davor. Technologietrends, wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, Blockchain-Technologie wie auch Big Data-Analysen, haben schon zahlreiche Aspekte unseres täglichen Lebens revolutioniert. Im Zentrum dieser Entwicklung befindet sich die IT-Infrastruktur, welche bedeutend dazu beiträgt, dass Firmen effizienter sowie wettbewerbsfähiger agieren können. Weiter noch: Sie bildet das Rückgrat für ökonomischen Erfolg, tiefgreifende soziale Beziehung und eine international vernetzte Welt, was sie zu einem fundamentalen Faktor für eine neue Ära der Innovation, Kreativität wie auch Fortschrittlichkeit macht.

 

Allerdings hat die wachsende Technologisierung und die damit verbundene steigende Abhängigkeit von IT-Infrastrukturen ebenso eine Schattenseite: Die Gefährdung durch Internetkriminalität. Über die niedrigen Kosten sowie die einfache Verfügbarkeit von Schadsoftware haben böswillige Akteure mittlerweile einfacheren Zugang zu zerstörenden Programmen, was zu einem Anstieg der Angriffe leitet. In der Tat sind drei Viertel der Malware-Kits (konkret 76 %) sowie 91 % der Exploits für sogar weniger als zehn US-Dollar erhältlich. 

Um diesen Risiken effektiv entgegenzuwirken wie auch Firmen darin zu helfen eine unternehmensweite Informationssicherheit zu erstellen, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ein IT-Grundschutz-Kompendium sowie die BSI-Standards entwickelt.

IT-Grundschutz: IT-Sicherheit auf höchstem Niveau!

Das IT-Grundschutz-Kompendium und die BSI-Standards dienen als grundlegende Komponenten des BSI-IT-Grundschutzes (https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Standards-und-Zertifizierung/IT-Grundschutz/it-grundschutz_node.html) dazu, Firmen bei der Durchführung einer umfänglichen IT-Sicherheitsstrategie zu stützen. Die vom Bundesamt für Sicherheit in der IT gründlich entworfenen Standards und Richtlinien stellen sicher, dass Firmen auf aller höchstem Niveau agieren, um die IT-Landschaft, Prozesse sowie Informationen zu schützen.

Durch die Implementierung des IT-Grundschutzes sind Firmen in der Lage, sich mit System und nachhaltig gegen eine Flut von Bedrohungen, wie Internetangriffe, Datenlecks und Systemausfälle, zu wappnen. Die Orientierung an dem IT-Grundschutz-Kompendium wie auch den BSI-Standards gestattet es Unternehmen, von erprobten Best Practices sowie umfassenden Handlungsempfehlungen zu profitieren, die alle möglichen Aspekte der IT-Sicherheit abdecken.

IT-Grundschutz-Kompendium: Der Leitfaden für sichere Geschäftsprozesse!

Das IT-Grundschutz-Kompendium ist ein elementarer Leitfaden für Firmen, um wirksame IT-Sicherheitsmaßnahmen einzuführen und die IT-Systeme zu sichern. Es enthält 111 Bausteine, welche in zehn thematische Schichten eingeteilt sind und sich in Prozess-Bausteine und System-Bausteine gliedern. Während die Prozess-Komponenten sich mit Themen wie Informationssicherheits-, Notfall-, Risikomanagement sowie Datenschutz auseinander setzen, fokussieren sich die System-Bausteine auf besondere technische Systeme, etwa Clients, Server, mobile Systeme, Netzwerke, Cloud Computing sowie industrielle Steuerungen. Jeglicher Baustein enthält eine detaillierte Themenbeschreibung, welche eine Analyse der Gefährdungslage sowie detaillierte Anforderungen beinhaltet.

Das IT-Grundschutz-Kompendium wird jährlich vom Bundesamt für Sicherheit in der IT erneuert, um neues Expertenwissen aus unterschiedlichen Gebieten zu berücksichtigen und auf dem aktuellsten Level zu halten. Angesichts der modularen Struktur des Kompendiums können Unternehmen systematisch vorgehen, während sie wesentliche Bausteine nach einem Baukastenprinzip auswählen und an ihre notwendigen Anforderungen anpassen.

Zusätzlich fungiert das IT-Grundschutz-Kompendium als Grundlage für das IT-Grundschutz-Zertifikat, eine vom BSI vergebene Zertifizierung, welche die Befolgung der IT-Grundschutz-Standards verifiziert und Unternehmen dabei hilft, die IT-Sicherheit auf ein gutes Niveau zu bringen.

Die vier BSI-Standards: Ein Überblick über Empfehlungen zur Informationssicherheit!

Zusätzlich zu dem IT-Grundschutz-Kompendium hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine Reihe von BSI-Standards entwickelt, mit dem Ziel Firmen bei der Implementierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen zu betreuen. Diese Standards enthalten ausführliche Vorgaben, Anforderungen und Best Practices, die besonders darauf ausgerichtet sind, eine verständliche und strukturierte Anweisung für die Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen zu zeigen.

Derzeitig existieren vier BSI-Standards, welche Empfehlungen zu Methoden, Prozessen und Verfahren für unterschiedliche Aspekte der Informationssicherheit bereitstellen: 

BSI-Standard 200-1
Informationssicherheitsmanagementsystem(e), knapp ISMS:

  • Dieser Standard spezifiziert die grundlegenden Bedingungen für ein ISMS, welches die Vorab-Planung, Einführung, Überwachung und stetige Optimierung der IT-Sicherheit in einer Organisation garantiert. Dadurch wird sichergestellt, dass IT-Sicherheitsmaßnahmen leistungsfähig sowie effizient organisiert werden.

BSI-Standard 200-2
IT-Grundschutz-Methodik

  • Der BSI-Standard 200-2 erklärt die detaillierte Methode, die Firmen zur Erweiterung des ISMS nutzen könnten. Jener schlägt drei unterschiedliche Ansätze zur Ausführung vor: Basis-, Standard- und Kern-Absicherung. Ein jeder dieser Ansätze bietet unterschiedlichste Sicherheitsstufen wie auch Anpassungsoptionen, um den jeweiligen Bedürfnissen einer Organisation gerecht zu werden.

BSI-Standard 200-3
Risikomanagement

  • Der BSI-Standard 200-3 beschäftigt sich mit sämtlichen risikobezogenen Arbeitsvorgängen bei der Einführung des IT-Grundschutzes. Dieser ist insbesondere für Organisationen nützlich, welche bereits die IT-Grundschutz-Methodik (BSI-Standard 200-2) implementiert haben und eine nachstehende Risikoanalyse durchführen wollen, um etwaige Schwachstellen und Gefahren strukturiert zu erfassen und zu evaluieren.

BSI-Standard 200-4
Business Continuity Management

  • Der BSI-Standard 200-4 bietet eine praxisnahe Anweisung zur Etablierung sowie Implementierung eines Business Continuity Management Systems (BCMS). Ein BCMS gewährleistet die Aufrechterhaltung kritischer Unternehmensprozesse im Falle von Not- sowie Schadenssituationen. Der Standard 200-4 befindet sich derzeit noch in der Kommentierungsphase und wird den BSI-Standard 100-4 (Notfallmanagement) ablösen, der aber bis zur Kundgabe der finalen Version immer noch gültig bleibt.

BSI-Zertifizierung: Mit BSI-Zertifizierungen zum Spitzenreiter in IT-Sicherheit!

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist nicht nur für die Entwicklung von IT-Sicherheitsstandards bekannt, sondern bietet ebenso angesehene BSI-Zertifizierungen an, beispielsweise die Common Criteria, kurz CC und die technischen Richtlinien, TR. Darüber hinaus zertifiziert die Behörde Managementsysteme nach der DIN-Norm 27001, um Unternehmen höchste Sicherheitsstandards sowie Fähigkeit im Fachbereich der Informationssicherheit zu gewährleisten.

Selbst Einzelpersonen können BSI-Zertifikate bekommen, etwa als Auditoren, IT-Sicherheitsprüfer oder IT-Grundschutz-Berater. Eine BSI-Zertifizierung gewährleistet, dass die Qualität wie auch Eignung von Experten und Lösungen im Bereich der IT-Sicherheit gewährleistet sind, was ein hohes Maß an Vertrauen in diese Angebote schafft.

Abgrenzung: IT-Grundschutz und KRITIS-Verordnung!

Sowohl IT-Grundschutz als auch die KRITIS-Verordnung befassen sich mit der Aufsicht der Informationstechnik, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Verbindlichkeiten. Während das IT-Grundschutz-Kompendium für Firmen, Behörden und Institutionen aller Größen konstruiert ist und eine umfassende, aber freiwillige Herangehensweise zur Sicherheit der IT bietet, richtet sich die KRITIS-Verordnung besonders an Betreiber Kritischer Infrastrukturen. Diese sind verpflichtet, die Anforderungen der Verordnung durchzuführen, um dramatische Folgen für das Allgemeinwohl abzuwenden.

Der IT-Grundschutz kann für KRITIS-Betreiber als Leitfaden zur Bewältigung der KRITIS-Verordnung dienen, auf die Weise, dass er branchenspezifische Sicherheitsstandards und Ratschläge zur Implementierung eines passenden Informationssicherheitsmanagements liefert.

Fazit: Mit BSI-Grundschutz-Kompendium und BSI-Standards sicher durch die Compliance-Prüfung!

5 wichtige Schritte

IT-Sicherheit ist in der gegenwärtigen Zeit für Firmen wie auch Organisationen von zentraler Bedeutsamkeit, um ihre sensiblen Daten und Systeme vor den vielfältigen Bedrohungen der digitalen Welt zu schützen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat mit dem IT-Grundschutz-Kompendium und den BSI-Standards ein Instrumentarium erschaffen, das Firmen eine umfassende Orientierungshilfe für eine gelungene IT-Sicherheitsstrategie liefert.

Um die Vorteile des IT-Grundschutzes sowie der BSI-Standards voll auszuschöpfen, sollen Unternehmen deshalb diese Schritte einhalten:

1. IT-Sicherheitslage analysieren:

  • Erfassung von IT-Systemen, Anwendungen und Prozessen; Identifikation von Schwachstellen und Bedrohungen.

2. Relevante Module und Standards auswählen:

  • Auswahl basierend auf Branche, Unternehmensgröße sowie individuellen Anforderungen.

3. Maßnahmen implementieren:

  • Eingliederung in interne Prozesse wie auch Richtlinien; Sensibilisierung der Arbeitnehmer für IT-Sicherheit.

4. Überprüfung und Anpassung:

  • Geregelte Kontrolle und Aktualisierung von Sicherheitsmaßnahmen mittels neuer Bedrohungen und Technologien.

5. Dokumentation und Zertifizierung:

  • Lückenlose Dokumentierung der Maßnahmen und Zertifizierung nach BSI-Standards, mit dem Ziel Vertrauen bei Kunden, Partnern wie auch Behörden zu verstärken.
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